Druckpressen für den Hochdruck

Johannes Gutenberg baute die erste Hochdruckpresse, der die Weinpresse als Vorbild diente.

Hiermit war ein zweiseitiger Druck möglich. Die zuerst bedruckte Seite bezeichnet man als Schöndruck, die Rückseite nennt man Widerdruck.

Es gibt Flach-auf-flach-Druckpressen (Tiegeldruckpressen), Flach-auf-rund-Druckpressen und Rund-auf-rund-Druckpressen.

Bei der Tiegeldruckpresse lag die Druckform auf einem Tisch und das flache Gegendruckelement wurde dagegengedrückt.

Am Prinzip der Gutenberg-Presse hat sich bis etwa 1800 nicht sonderlich viel geändert.

Es wurden Verbesserungen vorgenommen, die ein schnelleres Arbeiten und somit eine höhere Druckproduktion ermöglichten.

Alte Tiegeldruckpressen werden heute nur noch gelegentlich von Grafikern und Künstlern benutzt.

 

1812 wurde die erste Rund-auf-flach-Presse von Friedrich Koenig und Andreas Bauer erbaut.

Dieses Maschinensystem besaß eine höhere Druckgeschwindigkeit als die Tiegeldruckpresse.

1814 bauten diese eine Doppelpresse, die in einem Druckvorgang zwei Papierbogen einseitig bedruckte.

Im selben Jahr bauten sie auch eine Presse, die beidseitig drucken konnte.

1863 wurde von Bullock in New York die erste Rund-auf-rund-Presse für den Buchdruck gebaut. Hier sind Druckform und Gegendruckzylinder zylindrisch.

In einem Druckvorgang war es nun möglich, Schön- und Widerdruck herzustellen.

Auch der Druck mehrerer Farben ist durch Reihenbauweise mehrerer Druckwerke möglich.

 

Indirekter Hochdruck

Der indirekte Druck wird Offsetdruck genannt. Hier befindet sich zwischen Formzylinder und Gegendruckzylinder ein mit einem Gummituch bespannter Zylinder. Die Druckfarbe wird vom Formzylinder zunächst auf das Gummituch übertragen und dann auf das Papier. Das Bild wird zweimal übertragen, somit muß die Druckform seitenrichtig sein.

Der Gummizylinder kann sich einer rauhen Papieroberfläche anpassen, so daß mit feinen Rastern gearbeitet werden kann. Schön- und Widerdruck können auch hier gleichzeitig hergestellt werden.