Textproduktion

Vor etwa 3000 Jahren entwickelte sich die alphabetische Schrift.

Niederschriften und deren Kopierung waren so exakt, daß es schon im Altertum möglich wurde, jede verbale Mitteilung zu notieren und zu kopieren.

Die Bedeutung der Buchdruckerkunst Gutenbergs liegt in der „quantitativ ungeheuren Ausweitung des Wirkungsbereiches“. Geschriebene Mitteilungen lassen sich seitdem in großer Menge reproduzieren.

 

 

Bildproduktion

Bildreproduktionen wurden beim wiederholten Abzeichnen dem Original immer fremder. Denn jeder Zeichner ergänzt oder vereinfacht ein Bild und nimmt somit eine Interpretation vor. Dies führte oft bis zur Unkenntlichkeit.

Dank der Drucktechniken ist es möglich, identische Abbildungen herzustellen und so die gleiche Bildinformation einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Anfangs diente der grobe Holzschnitt für die Herstellung der Bilder. Ende des 15. Jahrhunderts wurde dieser dann vom Kupferstich abgelöst, der einen feineren Bildaufbau zuließ.

Immer feinere Schraffurtechniken wurden entwickelt. Ätzverfahren wie Aquatinta und Weichgrundätzung kamen hinzu.

Zwischen 1500 und 1800 war es dank der Tiefdruckverfahren möglich, Bildgrafiken exakt wiederzugeben. Diese exakte und komplizierte Wiedergabe ließ natürlich nur eine geringe Auflagenhöhe zu.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden nun höhere Auflagen verlangt und der Holzstich und der Steindruck kamen ins Spiel. Diese neuen Techniken ermöglichten den Druck hoher Auflagen.

1822 wurde die Fotografie durch Niepce und Daguerre erfunden. Dieses Verfahren gab die Wirklichkeit so wieder, wie sie ist.

Diese fotografischen Bilder wollte man natürlich auch vervielfältigen und versuchte nun Druckformen herzustellen.

Eine exakte Reproduktion in unlimitierter Auflage war nun erreicht.